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Raps ist für Biodiesel am bedeutendsten. Die Rapspflanze ist eine Langtagspflanze und damit sind die Lichtverhältnisse und Tageslängen für das Wachstum dieser Pflanze in Mittel- und Nordeuropa optimal. Überhaupt ist Raps an die Bedingungen dieser Region angepasst. Somit wächst die Pflanze relativ schnell und ist auch noch robust. Optimal ist Raps für die die spätere Biodieselproduktion, weil die Rapssamen einen Ölgehalt von 40% bis 45% haben. Außerdem können Rapspflanzen sehr dicht nebeneinander gepflanzt werden (pro m² 50 – 100). Im Jahr beträgt der Ertrag an Rapssamen durchschnittlich 3 Tonnen, damit können daraus 1200 bis 1350 Tonen Rapsöl gewonnen werden. Mindestens genauso wichtig sind neben dem Ertrag auch die Fettsäuren. Rapsöl hat hohe Anteile an Öl- und Linolsäure, diese haben C-18 Ketten und ähneln damit dem Cetan. Dies ist für die spätere Verbrennung im Motor wichtig (siehe „Eigenschaften von Biodiesel“). Die gesundheitlich bedenkliche Erucasäure wurde im Speiseraps weggezüchtet. Diese Art von Raps wird 0-Raps genannt. Das ist auch für den Biodiesel entscheidend, da sich durch die Pollenverteilung auch im Industrieraps der Anteil an Erucasäuren verringert. Die Erucasäure mit ihren 22 Kohlenstoffatomen verringert die Cetanzahl. Beim sogenannten 00-Raps wurden Glucosilomate durch Züchtung eliminiert. Glucosilomate sind Bitterstoffe und sie sind schwefelhaltig. Die Entfernung dieser Stoffe macht den späteren Biodiesel schwefelfrei. Da aber diese Art von Raps hauptsächlich für Speisezwecke verwendet wird, enthält Biodiesel geringe Anteile an Schwefel. |
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