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Um die Frage klären zu können, ob Biodiesel eine sinnvolle und umweltfreundliche Kraftstoffalternative sei, ist eine Bilanz der ökologischen Effekte notwendig. Dabei wird die Frage geklärt, wie viel Energie notwendig ist, und wie groß die CO2 Emissionen sind, um Biodiesel herzustellen. Dieses wird dann mit den Konkurrenten, wie dem Mineralöldiesel verglichen. Verbrennt man Diesel in einem Dieselmotor, so entstehen Direktimmission von 3,15 kg Kohlenstoffdioxid pro verbrauchten Liter Kraftstoff. Hinzukommen noch indirekte Emissionen beim Transport von Rohöl zur Raffinerie und von da aus Diesel zum Endverbraucher von 0,08 kg CO2/ L Diesel. In der Raffinerie entstehen zusätzlich Emissionen von 0,26 kg CO2/ L Diesel. So entstehen bei einer Nutzung von einem Liter Mineralöldiesel 3,49 kg Kohlenstoffdioxid. Beim Biodiesel dagegen fallen keine direkten Emissionen durch Verbrennung dieses Kraftstoffes an, da die Rapspflanze genauso viel CO2 der Luft entnimmt, wie bim Verbrennen entsteht. Es wird lediglich Energie in der Landwirtschaft, zur Betankung der Traktoren und zum Herstellen von Düngemitteln (1,15 kg CO2/ L Biodiesel); bei der Rapsölgewinnung (0,52 kg CO2/ L Biodiesel); bei der Umesterung (0,32 kg CO2/ L Biodiesel) und beim Transport zum Endverbraucher (0,04 kg CO2/ L Biodiesel) benötigt. Insgesamt sind es 2,03 kg CO2/ L Biodiesel. Da bei der Biodieselproduktion aber noch Nebenprodukte entstehen, die weiterverwendet werden können, gibt es Gutschriften bei den CO2 Emissionen. Das nach der Umesterung entstandene Glycerin findet in der Pharma- und der Kosmetikindustrie Verwendung. Dieses muss nun nicht mehr synthetisch hergestellt werden. Das verhindert eine Emission von 0,72 kg CO2/ L hergestellten Biodiesel. Das Rapsschrot wird als Futtermittel weiterverwendet. So können 0,59 kg CO2/ L Biodiesel eingespart werden, da Emissionen für die Produktion der Futtermittel wegfallen. Würde dieses Rapsschrot verbrannt und dadurch Energie direkt gewonnen werden, so würde sogar eine größere Gutschrift herauskommen. Bezieht man die Kohlenstoffdioxidemissionen und die Gutschriften ein, so fallen bei einem Verbrauch von einem Liter Biodiesel 0,72 kg CO2 an. Das sind lediglich 20,63% im Vergleich zum Mineralöldiesel. So können 4/5 der Emissionen eingespart werden. |
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