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Vor- und Nachteile von Biodiesel

Biodiesel hat große Vorteile. Es verursacht keine direkten CO2 - Emissionen (siehe „Ökobilanz von Biodiesel“) und die indirekten Emissionen können durch den Einsatz des Biodiesels für den Transport desselbigen reduziert werden. Raps und damit Rapsöl wächst jedes Jahr nach, so ist dieser Kraftstoff unbegrenzt verwendbar und nicht endlich, wie es die fossilen Energieträger sind. Da Biodiesel auch nahezu schwefelfrei ist, entsteht bei der Verbrennung kein Schwefeldioxid und kein Sulfat, das die Umwelt und den Katalysator vergiftet. Außerdem bekommt Biodiesel eine immer höhere gesellschaftliche Bedeutung. Er schafft Sicherheit und Unabhängigkeit in der Kraftstoffproduktion von den mineralölförderden Länden, wie Saudi Arabien oder Irak. Dazu können Landwirte ihre Anbauflächen effizienter nutzen, da der Raps während der „Regenerationsphase“ des Bodens angepflanzt werden kann. Dies schafft und sichert Arbeitsplätze in Deutschland. Außerdem lebt man mit einem besseren Gewissen die Umwelt zu schonen und den nächsten Generationen eine sauberere Umwelt zu hinterlassen, als wenn man nur auf fossile Brennstoffe zugegriffen hätte. Die Umweltfreundlichkeit kann man auch daran sehen, dass Biodiesel in die Wassergefährdungsklasse eins eingestuft wird (schwach wassergefährdend), Diesel wird dagegen in die zweite Klasse eingestuft (wassergefährdend), denn Biodiesel kann relativ schnell von den in der Umwelt vorhandenen Enzymen abgebaut werden. So sind die höheren Grundwasserbelastungen im Vergleich zu Diesel schneller abgebaut und Unfälle im Transport sind weniger gefährlich für die Natur. Genauso wie Diesel ist Biodiesel bis etwa -10°C wintertauglich. Mit Additiven kann eine Wintertauglichkeit von -20°C erreicht werden. Dazu verfügt Biodiesel über sehr gute Schmiereigenschaften. Das liegt an dem relativ hohen Sauerstoff-Gehalt von 11% und seinem Aufbau. Der Verschleiß in der Einspritzpumpe sowie im Motor wird dadurch erheblich reduziert. Im Verglich zu Diesel hat Biodiesel Vorteile bei den Abgasemissionen. Es entstehen weniger unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxide. Dagegen entstehen bei der Verbrennung des Biodiesels höhere Stickstoffemissionen. Außerdem werden beim Anbau große Mengen an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verwendet, die eine Belastung für Boden und Grundwasser darstellen. Biodiesel ist auch nicht für alle Fahrzeugtypen zugelassen und verursacht einen geringen Mehrverbrauch. Zudem sind kürzere Intervalle beim Wechsel des Kraftstofffilters und des Motoröls notwendig, da Biodiesel Ablagerungen vom Diesel löst und das Motoröl verdünnt. Um eine höhere Umweltschonung zu erreichen müssen Fahrzeuge mit einem Oxidationskatalysator ausgestattet sein, um den Anteil an Carbonylen im Abgas zu reduzieren. Danach ist der Geruch nach „altem Frittenfett“ kaum noch wahrnehmbar.